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Heizungswartung: Warum der Spätsommer ideal ist

Vor der Heizperiode gibt es freie Termine, und Mängel fallen auf, bevor es kalt wird. Was bei der Wartung passiert und was Sie vorab selbst prüfen können.

Illustration: Heizgerät an der Wand mit Manometer, daneben ein Schraubenschlüssel

Im August denkt kaum jemand an die Heizung. Genau deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Wartung: Die Anlage läuft höchstens für das Warmwasser, und wenn dabei etwas auffällt, bleibt genug Zeit, es in Ruhe zu beheben.

Warum nicht erst im Oktober?

Sobald die ersten kalten Nächte kommen, melden sich viele Haushalte gleichzeitig — weil die Heizung nicht anspringt, Geräusche macht oder einzelne Räume kalt bleiben. Wer im Spätsommer wartet, hat drei Vorteile:

  • Termin nach Wunsch: Vor der Heizperiode lässt sich die Wartung meist ohne lange Wartezeit einplanen.
  • Kein kaltes Haus: Zeigt sich ein Defekt, ist es draußen noch warm. Ein Ersatzteil kann bestellt werden, ohne dass jemand frieren muss.
  • Gut eingestellt in den Winter: Eine sauber eingestellte Anlage verbrennt effizienter — das merken Sie über die ganze Heizperiode.

Was bei einer Wartung passiert

Was genau zu tun ist, hängt von Gerät und Hersteller ab. Bei einer Gas-Brennwertheizung gehören in der Regel diese Punkte dazu:

  • Brenner und Wärmetauscher prüfen und bei Bedarf reinigen
  • Verbrennung messen und die Einstellung korrigieren
  • Kondensatablauf und Siphon reinigen
  • Zündung, Flammenüberwachung und Sicherheitseinrichtungen prüfen
  • Anlagendruck und Vordruck des Ausdehnungsgefäßes kontrollieren
  • Regelung durchsehen: Heizkurve, Zeitprogramme, Warmwassertemperatur

Bei einer Wärmepumpe sieht die Liste anders aus. Dort geht es unter anderem darum, die Außeneinheit von Laub und Schmutz zu befreien, den Kondensatablauf zu prüfen und die Regelung auf den tatsächlichen Bedarf einzustellen.

Reicht nicht der Schornsteinfeger?

Nein — beides hat unterschiedliche Aufgaben. Der Schornsteinfeger prüft Abgaswege und Sicherheit nach seinen eigenen Vorgaben. Das Gerät selbst reinigt, repariert oder stellt er nicht ein. Das ist Sache der Wartung durch einen Fachbetrieb.

Viele Hersteller machen die regelmäßige Wartung außerdem zur Bedingung für die Garantie. Ein Blick in die Unterlagen Ihrer Anlage lohnt sich.

Was Sie vorab selbst prüfen können

Ein paar Dinge sehen Sie ohne Werkzeug und ohne das Gerät zu öffnen:

  • Druck am Manometer: Den Sollwert finden Sie meist auf dem Gerät oder in der Anleitung. Fällt er über Wochen ab, sollten Sie das beim Termin erwähnen.
  • Heizkörper kurz aufdrehen: Werden alle gleichmäßig warm? Gluckert es oder bleibt ein Heizkörper oben kalt, ist Luft im System.
  • Fehlermeldungen notieren: Zeigt das Display Codes an, schreiben Sie sie auf — auch wenn sie wieder verschwunden sind.
  • Platz schaffen: Das Gerät sollte frei zugänglich sein, Lüftungsöffnungen dürfen nicht zugestellt sein.

Unser Tipp: Nennen Sie bei der Anfrage Hersteller, Gerätetyp und Baujahr vom Typenschild. Dann lässt sich der Termin besser vorbereiten.

Mehr zu unserem Kundendienst und der Wartung finden Sie auf der Leistungsseite. Einen Termin vereinbaren Sie am einfachsten über das Kontaktformular oder telefonisch.

Betrifft das auch Ihre Anlage?

Wir schauen es uns vor Ort an und sagen Ihnen ehrlich, was nötig ist — und was nicht. Die Erstberatung ist kostenlos.

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